Arbeitszeitreduzierung ist der falsche Weg

von Christoph Miemietz (Kommentare: 0)

Personal fehlt an allen Ecken und Enden. Gleichzeitig will Fraport ab Januar die Arbeitszeit um knapp 2,5h/Woche senken. Das passt für uns nicht zusammen. Wir verhandeln und fordern eine faire und solidarische Lösung für alle Beschäftigten!

Überall fehlt es an Personal. Uns erreichen täglich Hinweise, dass die Arbeit deshalb nicht mehr zu schaffen ist – von Mitarbeitern und auch von Führungskräften. Trotzdem will Fraport weiterhin die Arbeitszeiten ab Januar reduzieren. Doch seit dem Sommer zieht der Luftverkehr wieder steil an. Gleichzeitig hat das Unternehmen viele erfahrene Kolleginnen und Kollegen infolge von Relaunch 50 verloren. Aus unserer Sicht kann eine Arbeitszeitreduzierung also kaum die Lösung sein.

Deshalb verhandeln die ver.di-Betriebsräte aktuell eine neue Regelung mit der Fraport, um die Arbeitszeitreduzierung einzudämmen. Der Notlagen-Tarifvertrag lässt hier einen gewissen Spielraum zu. Unser Ziel: so wenig Reduzierung wie möglich. Das heißt für uns höchstens 1 Stunde pro Woche weniger. Das entspricht 2,6% weniger Arbeit als Ausgleich für die Kurzarbeit. Das ist der niedrigste Wert, den der Notlagen-Tarifvertrag zulässt. Die Fraport hingegen möchte um 2 Stunden und 20 Minuten, also 6%, reduzieren.

Seit Beginn der Krise tun die Beschäftigten alles, um den Laden am Laufen zu halten – bis heute. Nun erwarten wir, dass auch die Fraport ihren Teil dazu beiträgt. Sie soll die neue Situation anerkennen und die Arbeitszeitreduzierung für die Beschäftigten auf ein absolutes Minimum beschränken.

Hintergrund zum Notlagen-Tarifvertrag

Der Notlagen-Tarifvertrag schützt alle Beschäftigten vor Kündigungen und enthält noch weitere Maßnahmen zum Erhalt der Arbeitsplätze. Teil des Tarifvertrags ist eine Arbeitszeitreduzierung als Ausgleich für die Kurzarbeit. Weitere Infos bekommst Du hier.

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