Geld oder frei?

von Christoph Miemietz

Vom 24. April bis zum 30. Juni 2019 haben wir mit der Arbeitszeitumfrage allen Beschäftigten im öffentlichen Dienst die Möglichkeit gegeben, uns ihre Sicht der Dinge zum Thema Arbeitszeit mitzuteilen. Weit mehr als 200.000 Kolleginnen und Kollegen folgten unserem Aufruf und gaben Antworten. Sie klickten am Computer, wischten mit dem Finger auf dem Smartphone oder setzten auf den Papierfragebögen ihr Kreuz.

Die Ergebnisse in Kürze:

  • Die Wahlmöglichkeit zur Entscheidung zwischen freier Zeit und mehr Geld ist für beinahe jede/n Befragte/n mit 95 Prozent von großer Bedeutung.
  • 57 Prozent der Befragten wären bereit, zur Verkürzung ihrer Arbeitszeit eine (tarifliche) Gehaltssteigerung einzutauschen.
  • Fast 70 Prozent der Befragten arbeiten länger als vertraglich vereinbart.

In den nächsten Wochen gehen wir ins Detail: Gemeinsam mit Euch wollen wir einzelne Themen der Umfrage vertiefen. Dazu werden wir mit Vertreterinnen und Vertretern der verschiedenen Berufsbereiche des öffentlichen Dienstes Einzel- und Gruppeninterviews führen. Sie sind die Experten ihrer Arbeit und ihrer Branche. Hier gilt es, Sichtweisen zu entdecken, zu hinterfragen und Erkenntnisse zu gewinnen, die über die bisherigen Antworten der Arbeitszeitumfrage hinausgehen.

Ob und mit welcher Forderung wir das Thema Arbeitszeit in die Tarif- und Besoldungsrunde 2020 einbringen, wird sich dann spätestens im Sommer 2020 bei der Forderungsdiskussion der Mitglieder vor Ort in den Betrieben und Dienststellen herausstellen. Bis dahin haben wir eine solide Diskussionsgrundlage.

Die ausführlichen Ergebnisse findest Du unten im angehängten PDF.

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