39-Stunden-Woche bleibt für alle

von Christoph Miemietz (Kommentare: 0)

Nach langen Verhandlungen konnte ver.di eine Arbeitszeitreduzierung abwehren! Es wird keine Absenkungen bei Arbeitszeit und Vergütung geben. Im Schichtdienst gibt es ab Januar eine zusätzliche Zeitgutschrift.

Reduzierung und Absenkung erfolgreich abgewehrt

Die Fraport AG wird die angedrohte Arbeitszeitreduzierung nicht umsetzen. Damit konnten wir in Verhandlungen mit dem Arbeitgeber unsere zentrale Forderung durchsetzen. Einer Absenkung von Arbeitszeit und Vergütung haben wir so einen Riegel vorgeschoben. Mit der Einigung zwischen ver.di und Fraport wird dem derzeitigen Personalmangel entgegengewirkt.

Kündigungsschutz bleibt

Auch der Kündigungsschutz gegen betriebsbedingte Kündigungen aus unserem Notlagen-Tarifvertrag bleibt weiterhin bis zum 31.12.2023 in Kraft. Er gilt für alle Tarifbeschäftigten. So bleiben die Arbeitsplätze geschützt, auch wenn Corona weiter wütet.

Keine Änderungen bei Gleitzeit

Für die Beschäftigten in Gleitzeit ändert sich nichts bei Arbeitszeit und Vergütung. Es gilt auch ab Januar weiterhin die 39-Stunden-Woche bei Vollzeit und die volle Vergütung ohne eine Absenkung.

Neue Regelungen im Schichtdienst

Auch im Schicht- und Wechselschicht bleibt es bei der 39-Stunden-Woche bei Vollzeit. Eine Absenkung bei der Vergütung ist auch hier ausgeschlossen.

Eine Änderung gibt es dagegen bei der Dienstplanung. Beschäftigte im Schicht- und Wechselschichtdienst können mit maximal 6 Schichten (Schiebe-/Verfügungsschichten) im Jahr flexibel geplant werden. Diese Schichten dienen unter anderem dazu, mehr Personal an verkehrsreichen Tagen einzusetzen. Damit soll die Arbeit auf vielen Schultern verteilt werden, um die Arbeitsbelastung zu senken.

Zum Ausgleich werden für jede geleistete Schiebe- und Verfügungsschicht 80 Minuten Zeitbonus auf dem persönlichen Zeitkonto gutgeschrieben. Dies kann bis zu einem zusätzlich freien Tag führen. Zudem können Beschäftigten auf Wunsch 3 bestimmte Tage im Jahr „sperren“ lassen, an denen sie keine Schiebschichten leisten wollen. Die freien Tage vor und nach dem Urlaub bleiben ebenfalls unangetastet.

Im Bereich IFM und HVM können abweichend maximal 4 Schiebeschichten im Jahr geplant werden.

Bei Teilzeit ist sowohl die Anzahl der Schiebe- oder Verfügungsschichten als auch der Zeitbonus entsprechend anteilig zu rechnen.

Alle neuen Regelungen sind gültig solange auch der Kündigungsschutz durch den Notlagen-Tarifvertrag besteht, also bis maximal 31.12.2023. Der Betriebsrat wird die Einhaltung der neuen Regelungen sowie der Arbeitsbelastung regelmäßig überprüfen.

Die Regelungen für AT-Beschäftigte außerhalb des TVÖD-F werden in den nächsten Tagen besprochen. Wir werden darüber zeitnah informieren.

Für Fragen und Informationen zu diesen Regelungen stehen euch die ver.di-Betriebsräte zu Verfügung.

www.mitgliedwerden.verdi.de

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