Kein Weg an ver.di vorbei

von Christoph Miemietz (Kommentare: 0)

Wir steigen wieder in den Ring: In Tarifverhandlungen zwischen ver.di und Fraport sollen die Arbeitsbedingungen im BVD neu geregelt werden. Auch weitere Bereiche außerhalb des BVD sind betroffen.

Zum 1. Januar 2022 will die Fraport die neue BVD-GmbH in Betrieb nehmen. Aktuell ist noch völlig offen, wie genau die Arbeitsbedingungen dort aussehen werden und wie zukünftig im BVD gearbeitet wird. Die Fraport hat noch immer keine konkreten Pläne vorgestellt und die BVD-Führung macht widersprüchliche Aussagen. Deshalb sind viele Kolleginnen und Kollegen verunsichert. Momentan ist nur eins sicher: Die Arbeitsbedingungen werden auch in Zukunft über unsere ver.di-Tarifverträge geregelt. Deshalb führt kein Weg an ver.di vorbei.

Das hat die Fraport mittlerweile auch bemerkt und uns zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Die ersten Verhandlungen beginnen am 27. April. Dann muss die Unternehmerseite endlich Farbe bekennen und ihre Vorstellungen von einer Neuausrichtung des BVD zur Diskussion stellen. In den darauffolgenden Monaten werden wir die konkreten Arbeitsbedingungen verhandelt. Wir fordern vor allem:

  1. Den Erhalt der Arbeits-bedingungen im BVD! Im operativen und im administrativen Bereich!
  2. Keine Verschlechterung der Löhne!
  3. Die Absicherung aller
    Tarifverträge im BVD!
  4. BVD-Kolleg/innen sollen in der Fraport bleiben!

Wir schätzen, dass sich die Verhandlungen über mehrere Monate hinziehen könnten. Wir wollen Euch beteiligen und stets zu dem aktuellen Stand der Verhandlungen informieren, z.B. über unseren Telegram-Kanal.

Damit die Verhandlungen ein Erfolg werden, brauchen wir Deine Unterstützung. Je mehr Beschäftigte sich in ver.di zusammenschließen, umso stärker können wir dem Arbeitgeber die Stirn bieten! Bislang sind wir gut durch die Krise gekommen, aber das kommt nicht von ungefähr – dafür haben wir in den letzten Monaten hart gekämpft!

Auch FTU, IFM, IUK und andere Bereiche betroffen

Die neue BVD-GmbH könnte in Zukunft auch Auswirkungen auf andere Bereiche außerhalb des BVD haben. Als eigenständige GmbH könnte sie die Preise für Leistungen von FTU, IFM, IUK und anderen Bereichen unabhängig aushandeln. Die neue BVD-GmbH könnte so einen Preiskampf in der gesamten Fraport entfachen und andere Bereiche des Unternehmens finanziell unter Druck setzen. Sparmaßnahmen in diesen Bereichen wären dann die Folge. Solch ein ruinöser Wettbewerb würde das Unternehmen spalten und die Belegschaft gegeneinander aufbringen.

Deshalb setzen wir uns weiterhin nachdrücklich für das integrierte Geschäftsmodell der Fraport ein. Denn wir werden es nicht zulassen, dass die Beschäftigtengruppen gegeneinander ausgespielt werden!

Sicher mit ver.di

Was auch immer die Fraport vorhat: ver.di wird seinen Mitgliedern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Notfalls werden wir uns auch rechtlich zur Wehr setzen. Als Mitglied bei ver.di genießt Du einen kostenlosen Rechtsschutz durch unsere Anwälte.

Halber ver.di-Beitrag

Ein Großteil der Beschäftigten der Fraport ist weiterhin von Kurzarbeit betroffen. Um die damit verbundenen finanziellen Einbußen abzumildern, halbiert ver.di den Mitgliedsbeitrag seit April 2020. Da ein Ende der Kurzarbeit noch nicht absehbar ist, zahlen Mitglieder bei Fraport nur den halben ver.di-Beitrag. Du genießt natürlich weiterhin uneingeschränkt alle Mitgliedsleistungen sowie den vollen Rechtsschutz.

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