Kurzarbeit bei der Fraport

von Christoph Miemietz

ver.di-Betriebsräte konnten Kündigungen abwehren und Verbesserungen beim Kurzarbeitergeld durchsetzen.

Die Corona-Krise stürzt die gesamte Luftfahrtbranche in eine beispiellose Krise. Die ver.di-Betriebsräte haben sich erfolgreich für den Erhalt aller Arbeitsplätze eingesetzt: Betriebsbedingte Kündigungen sind vorerst ausgeschlossen. Stattdessen wird der Arbeitgeber Kurzarbeit in weiten Teilen der Fraport einführen. 

Kurzarbeitergeld über dem gesetzlichen Niveau

Die Einführung von Kurzarbeit ist bitter, aber unausweichlich, um Kündigungen zu vermeiden. Wir konnten aber erreichen, dass der Arbeitgeber das gesetzliche Kurzarbeitergeld von nur 60 bis 67% aufstockt, nach dieser Staffelung:

  • 95% des Netto bis 30% Kurzarbeit
  • 90% des Netto bis 50% Kurzarbeit
  • 85% des Netto bis 70% Kurzarbeit
  • 80% des Netto bis 100% Kurzarbeit

Beispielsweise zahlt der Arbeitgeber bei 50% Kurzarbeit einen Zuschuss, damit man auf 90% seines letzten Nettolohns kommt. So kann zumindest ein Teil des Lohnverlustes ausglichen werden.

Aufgrund der Krise wird es dieses Jahr keine Erfolgsbeteiligung geben. Dafür konnte das Mitarbeiteraktienprogramm (MAP) gerettet werden.

Vorstand und Aktionäre zur Kasse bitten!

Wegen der Kurzarbeit werden die meisten Kolleginnen und Kollegen in den nächsten Monaten weniger Geld in der Tasche haben. Auch der Vorstand der Fraport, leitende Angestellte und die Aktionäre sollen ihren Beitrag leisten! Daher fordern wir, die Gehälter des Managements ebenfalls zu senken und die Ausschüttung an die Aktionäre dieses Jahr auszusetzen.

Beratung und Schutz für ver.di-Mitglieder

Noch ist nicht absehbar, wie lange die Krise andauern wird. Komme was wolle, ver.di wird seinen Mitgliedern mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Bei Fragen zum Kurzarbeitergeld der Fraport wende Dich bitte direkt an Deine ver.di-Betriebsräte. Auch online: facebook.com/groups/frazukunft

Arbeitsrechtliche Fragen oder Probleme? Wende Dich an Deine ver.di FRA:
Tel.: 069 690 706 94 | 069 2569 0
E-Mail: christoph.miemietz@verdi.de

Erste und aktuelle Infos auch online:
www.verdi.de  oder  www.dgb.de
facebook.com/verdiLuftverkehr

Deine Stimme zählt! 90% Kurzarbeitergeld für alle!

Gewerkschaft bedeutet, gemeinsam mit einer Stimme zu sprechen für sichere Arbeitsplätze, existenzsicherndes Einkommen und gesunde Arbeitsbedingungen. Bei Fraport haben wir schon einiges erreicht. Ver.di fordert eine zusätzliche Aufstockung des Kurzarbeitergelds auf 90% - und zwar für alle Beschäftigten in Deutschland. Unterzeichne deshalb bitte unsere Petition an die Bundesregierung: www.change.org/kurzarbeit

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