Will Fraport die Spaltung?

von Christoph Miemietz (Kommentare: 0)

Am 27. April haben die Auftaktgespräche zwischen ver.di und Fraport zu möglichen Tarifverhandlungen begonnen. Das Unternehmen hat seine Pläne vorgestellt, die eine Spaltung der Belegschaft einleiten. Das sind die Positionen der Fraport:

Fraport droht mit Kündigung des Ausgliederungsschutzes im BVD

In 2019 hatten wir den Ausgliederungsschutz für die Kolleginnen und Kollegen bis 2026 vereinbart. Doch die Fraport will aufgrund der Verluste durch Corona ein Sonderkündigungsrecht im Tarifvertrag nutzen, um diesen Schutz aufzuheben. Das könnte frühestens 2022 passieren. Ohne den Ausgliederungsschutz könnte die Fraport Personal aus dem BVD in die neue BVD-GmbH verlagern. Ist das der nächste Schritt zu einer weiteren Spaltung der Belegschaft? Welche Bereiche sollen noch folgen?

Arbeitszeit „flexibilisieren“ im BVD

Details hierzu hat die Fraport bisher noch nicht bekannt gegeben. Wir könnten uns andere Arbeitszeitmodelle vorstellen – aber diese müssen besser für die Beschäftigten sein, nicht nur für das Unternehmen. Gespräche hierzu will Fraport auch mit dem Betriebsrat aufnehmen. Dank Euch sind wir hier stark aufgestellt.

Eigener Tarifvertrag für „New-Co“

Die Fraport möchte für die „New-Co“ einen komplett eigenständigen Tarifvertrag abschließen. Damit ist die Absicht verbunden, das Lohnniveau zu senken und die ZVK abzuschaffen. Zusätzlich verabschiedet sich die Fraport damit aus den bundesweiten Verhandlungen zum Branchen-Tarifvertrag BVD, zur Absicherung des Lohnniveaus an allen deutschen Flughäfen.

Für uns kann es dagegen nur eine Sicherung und Besserung der bisherigen Tarifbedingungen geben. Im Klartext heißt das: keine Absenkungen im Tarif! Wir stehen auch weiterhin zum Branchen-Tarifvertrag und sprechen uns gegen konkurrierende Tarifverträge in der „New-Co“ aus.

Wie geht es weiter?

Die ver.di-Tarifkommission wird nun Gegenforderungen beraten und mit den ver.di-Mitgliedern abstimmen. Wir stellen uns auf monatelange Verhandlungen ein. Am Ende werden die ver.di-Mitglieder in einer demokratischen Abstimmung entscheiden. Wenn Du mitentscheiden willst, dann bringe Dich als ver.di-Mitglied ein. Neue Mitglieder stärken uns in den Verhandlungen und die eigenen Tarifbedingungen. Wer noch nicht Mitglied ist, sollte jetzt seinen Beitrag leisten. Denn Tariffragen sind Machtfragen.

Wir wollen Euch beteiligen und stets zu dem aktuellen Stand der Verhandlungen informieren, z.B. über unseren Telegram-Kanal oder Facebook.

Sicher mit ver.di

Was auch immer die Fraport vorhat: ver.di wird seinen Mitgliedern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Notfalls werden wir uns auch rechtlich zur Wehr setzen. Als Mitglied bei ver.di genießt Du einen kostenlosen Rechtsschutz durch unsere Anwälte. Und bei Kurzarbeit kostet Dich die Mitgliedschaft bei ver.di nur 0,5% Deines regulären Bruttoeinkommens. Dafür bekommst Du den rechtlichen Schutz und weitere Leistungen wie z.B. Lohnsteuerhilfe und Mietrechtsberatung.

www.mitgliedwerden.verdi.de

< Weitere News...

Zurück